In eigener Sache ein technischer Hinweis

Kleine technische Info zwischendurch: stehblog.de ist jetzt vollständig auf https umgestellt, d. h. sämtliche Kommunikation mit dieser Webseite ist per SSL verschlüsselt. Falls Euch irgendetwas auffällt, was möglicherweise nicht richtig funktioniert, oder falls der Browser irgendwelche Warnungen beim Betrachten dieser Seiten anzeigt, wäre ich über einen entsprechenden Hinweis sehr dankbar.

3. Liga, 2. Spieltag: SVWW – FC Energie Cottbus 0:2

Tore: Mamba (35., 92.)

Das Spiel als Tautogramm: Lattentreffer lässt Lausitzer lachen.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Überraschung vor dem Spiel: der neue Kapitän Mrowca stand ebenso wie Schwadorf nicht im Kader. Beide waren vergangene Woche zu spät zu einer Mannschaftsbesprechung gekommen und wurden deshalb aus dem Aufgebot gestrichen. Das Spiel ging dennoch gut los, Wehen hatte in Person von Schäffler sofort zwei Chancen, die jedoch ungenutzt blieben. Bei der zweiten verdrehte sich der Stürmer den Fuß und musste kurz darauf ausgewechselt werden. Damit war der Offensivschwung auch erst mal dahin. Cottbus verteidigte aggressiv und ließ bis zur Pause nichts mehr zu, vorne nutzten sie einen Fehler von Wachs zum Führungstreffer. In der zweiten Hälfte drehten die Gastgeber auf und kamen zu zahlreichen Abschlüssen, die aber meistens schlicht zu ungenau und somit ungefährlich waren. In der Nachspielzeit fing man sich noch das 0:2, nachdem alle nur noch vorne zum Ausgleich beitragen und keiner mehr verteidigen wollte.

Liebling des Spiels: Micha mit seiner taktischen Analyse des ersten Tors:

Szene des Spiels: 65. Minute: Flanke von der linken Seite, Kyereh knallt den Ball in akrobatischer Haltung an die Latte, den Abpraller nimmt Andrist per Fallrückzieher – übers Tor.

Vor dem Spiel: Über die Anstoßzeit geärgert. Sonntags um eins, da habe ich doch gerade erst gefrühstückt, wie soll ich denn da schon eine Bratwurst essen?

Nach dem Spiel: Über das Spiel geärgert. Reichlich unnötige Niederlage.

Das fiel auf:
+ Chancen waren genug da. Sowohl um früh selbst in Führung zu gehen als auch um später das Spiel zu drehen.
– Die Torschüsse waren zu ungenau und einige Male wurde auch schlicht die falsche Entscheidung getroffen: Abschluss statt Zuspiel bzw. umgekehrt.
– Spielerisch ist das Ganze immer noch ziemlich dünn.

Das schreiben die anderen: WK, kickerTelekom (Video)

Zuschauer: 2.802, davon ca. 500 Gästefans.

Tabelle: Mit drei Punkten nach zwei Spielen sortiert man sich erst mal exakt in der Tabellenmitte auf einem geteilten 10. Platz ein.

Serien und Rekorde: Auch im fünften Spiel gegen Cottbus bleibt der SVWW sieglos.

Ansonsten: Doppeltorschütze Mamba soll angeblich vor einem Wechsel in die 2. Liga stehen. So gesehen hätte Wehen etwas Pech mit dem Spielplan gehabt.

Nächstes Spiel: Schon am kommenden Mittwoch (19 Uhr) geht es nach Rostock. Der FC Hansa hat zunächst ebenfalls gegen Cottbus verloren, aber dafür gegen Braunschweig gewonnen und ist aktuell punkt- und torgleich mit dem SVWW. In der letzten Saison unterlag Wehen in beiden Partien gegen Rostock (0:1 und 0:2).

3. Liga, 1. Spieltag: VfR Aalen – SVWW 1:2

Tore: Morys (61.) – Reddemann (73.), Kyereh (83.)

Das Spiel als Tautogramm: Rüpelhafte Rangelei, Reddemanns Revanche.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Mit drei Neuzugängen ging Rüdiger Rehm in die erste Partie der Saison 2018/19. Auf der linken Seite durften Marc Wachs und Nicklas Shipnoski beginnen und in der Zentrale Patrick Schönfeld, die anderen acht sind bereits aus der letzten Saison (oder noch länger) wohlbekannt. Auch wenn der SVWW ein paar Chancen hatte, ging die erste Halbzeit klar an die Gastgeber, die den Ball deutlich flüssiger laufen ließen. Mit dem 0:0 zur Pause konnte man aus Wehener Sicht sehr zufrieden sein. Die zweite Hälfte begann der SVWW sichtbar zielstrebiger und kam sogleich zu Torgelegenheiten, aber die Führung erzielte Aalen. Mockenhaupt war ausgerutscht, was dem Torschützen Morys den nötigen Raum gab, um abzuziehen und genau an den Innenpfosten zu zielen. Gute zehn Minuten später schlug der gerade eingewechselte Niklas Schmidt, dem schon der Ruf vorauseilte ein guter Standardschütze zu sein, einen Freistoß in den Strafraum und Sören Reddemann verlängerte mit dem Hinterkopf ins Tor. Nach dem Ausgleich waren die Gäste weiter am Drücker und weitere zehn Minuten später führte eine Koproduktion der beiden weiteren Einwechselspieler zum 2:1: Jules Schwadorf hatte auf der linken Seite zuviel Platz und nutzte diesen für eine präzise Flanke, Daniel-Kofi Kyereh war in der Mitte völlig frei und traf mit einem schönen Kopfball ins Netz. Aalen hatte nicht mehr viel zuzusetzen und der SVWW brachte die Führung ziemlich souverän über die Zeit. Die neue Saison begann also wie die alte aufgehört hatte: mit einem Sieg gegen Aalen.

Liebling des Spiels: Daniel-Kofi Kyereh. Zur Halbzeit eingewechselt, erstes Spiel in der Dritten Liga und gleich das erste Tor im Profifußball, ein wichtiges noch dazu. Den anschließenden Salto bekommen wir hoffentlich noch öfter zu sehen.

Szene des Spiels: Das Privatduell zwischen Sören Reddemann und Aalens Matthias Morys. Ungefähr in der 59. Minute muss irgendwas zwischen den beiden vorgefallen sein, was Morys fürchterlich erzürnte. Der Stürmer ließ sich nicht beruhigen und schimpfte solange, bis der Schiedsrichter ihn schließlich mit Gelb verwarnte. Zwei Minuten später wähnte er sich obenauf, als er die Führung für sein Team erzielte und mit einer “langen Nase” jubelte. Sein Trainer nahm ihn dennoch vom Platz, um ihn vor Gelb-Rot zu bewahren. Als Reddemann zehn Minuten später den Ausgleich erzielte, schickte er einen schönen Gruß an die Aalener Ersatzbank. Hätten sich beide auch sparen können, aber so ist das halt mit den Emotionen.

Vor dem Spiel: Wie immer weiß man vor Saisonstart noch nicht so genau, was man zu erwarten hat.

Nach dem Spiel: Freude über die drei Punkte, klar, aber da ist noch reichlich Luft nach oben.

Das fiel auf:
– Die erste Halbzeit war schon sehr schwach. Bis auf wenige Ausnahmen ging im Spiel nach vorne nicht viel zusammen.
+ Nach der Pause war es dafür deutlich besser. Der Rückstand fiel in eine Wehener Drangphase und auch ab dem Ausgleich war der SVWW klar das bessere Team.
+ Wie schon in der letzten Saison so häufig fiel der entscheidende Treffer erst gegen Spielende, was sowohl für einen guten körperlichen Zustand als auch für den Siegeswillen der Mannschaft spricht.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau (Video), Telekom (Video)

Zuschauer: 3.231, davon ca. 60-80 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW hat die ersten drei Punkte geholt und steht vor dem Montagsspiel in der ohnehin noch nicht aussagekräftigen Tabelle auf Platz 6.

Serien und Rekorde: Wie im Vorjahr erzielt Sören Reddemann das erste Saisontor für Wehen. Es war für den SVWW erst der zweite Auswärtssieg in Aalen (zuletzt 2011, ebenfalls 2:1 nach Rückstand) und erst der dritte Sieg insgesamt gegen die Schwaben in der 3. Liga.

Nächstes Spiel: Am kommenden Sonntag um 13 Uhr trifft der SVWW im ersten Heimspiel der Saison auf Energie Cottbus. Der Aufsteiger gewann zum Auftakt mit 3:0 gegen Hansa Rostock. Gegen Cottbus ist der SVWW in bisher vier Begegnungen noch ohne Sieg (zwei Niederlagen, zwei Unentschieden). Beim letzten Aufeinandertreffen im März 2016 gab übrigens Torsten Fröhling sein Debüt als SVWW-Trainer.

3. Liga, 38. Spieltag: SVWW – VfR Aalen 2:0

Tore: Brandstetter (27.), Andrich (29.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Souveräner Sieg zum Saisonabschluss.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Da dieses letzte Ligaspiel der Saison 2017/18 sportlich keine Bedeutung mehr hatte, war es auch ziemlich egal, dass Mintzel und Mrowca wegen Gelbsperre und Kolke und Schäffler wegen Verletzung fehlten. Stattdessen durften Reddemann, Martinovic und Watkowiak beginnen. Für Martinovic war es das Startelfdebüt, für Watkowiak sogar der erste Ligaeinsatz für den SVWW überhaupt. Die Partie begann recht behäbig, beide Mannschaften spielten zunächst viele Querpässe in der eigenen Hälfte. Die erste große Chance hatte Andrist mit einem Kopfball nach einer Ecke, der aber knapp nebens Tor ging. Mit einem Doppelschlag nach einer knappen halben Stunde war die Partie früh entschieden. Zunächst wurde Brandstetter von Andrist bedient, nur zwei Minuten später Andrich von Dittgen. Ironischerweise wurden beide Tore über links vorbereitet, obwohl die meisten gefährlichen Szenen von der rechten Seite durch Kuhn und Diawusie initiiert wurden. Aalen hatte übers ganze Spiel keine einzige wirklich nennenswerte Chance, während Wehen noch hätte erhöhen können. Vor allem in der Viertelstunde nach der Pause gab es eine ganze Reihe hochkarätiger Gelegenheiten, aber es blieb beim 2:0.

Liebling des Spiels: Moritz Kuhn. Immer, wenn er mit Ball in die gegnerische Hälfte startete, kam Tempo und meistens auch Torgefahr ins Spiel.

Vor dem Spiel wurden gleich neun Spieler verabschiedet, also bis auf Jules Schwadorf alle, deren Vertrag ausläuft.

Nach dem Spiel hielt die Mannschaft eher routiniert-gelangweilt das mittlerweile übliche “Danke, Fans”-Transparent hoch.

Netter wurde es dann hinter der Nordtribüne, wo man bei Freibier mit Spielern, Trainern und Funktionären locker plaudern konnte.

Das fiel auf:
+ Man merkte, dass sich das Team nach der großen Enttäuschung vor einer Woche mit einer ordentlichen Leistung von den eigenen Fans verabschieden wollte.
+/- Aalen war allerdings auch sehr schwach – die wollten wohl auch nur noch irgendwie in den Sommerurlaub.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Telekom (Video)

Zuschauer: 2.109, davon ca. 80 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW schließt die Saison mit 68 Punkten auf Platz 4 ab. Meister ist Magdeburg vor Paderborn, Karlsruhe darf in der Relegation gegen Erzgebirge Aue antreten.

Serien und Rekorde: Der SVWW ist nun Erster der ewigen Drittligatabelle. Mit Manuel Schäffler stellt der SVWW dabei erstmals den Torschützenkönig (22 Tore).

Ansonsten: Gegen Ende der Woche erscheint die Saisonabschlussfolge unseres Niemals Erste Liga-Podcasts, wo wir natürlich die Saison Revue passieren lassen, über alte und möglicherweise neue Spieler und vieles mehr sprechen werden.

Nächstes Spiel: Die Saison 2018/19 beginnt am letzten Juli-Wochenende. Vorher wird es sicherlich wieder einige Testspiele geben, über die wir ggf. hier auch informieren werden.

3. Liga, 37. Spieltag: SC Paderborn – SVWW 3:1

Tor: Mintzel (65.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Aus der Traum.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Es war von vorneherein klar, dass der SV Wehen Wiesbaden beim bereits feststehenden Aufsteiger Paderborn, der in den letzten acht Spielen kein Gegentor bekommen hat, nicht allzu viele Torchancen bekommen würde. Die einzige wirklich gute Chance der ersten Halbzeit hatte Schäffler nach Hereingabe von Kuhn, aber der SCP-Keeper konnte parieren, Dittgen vergab zudem den Nachschuss. Nach einer Viertelstunde in der zweiten Halbzeit war die Partie mit einem Doppelschlag zugunsten der Gastgeber entschieden. Mintzel konnte zwar per abgefälschtem Freistoß nochmal verkürzen, aber auf Rehms Wechsel zu mehr Offensive reagierte Paderborns Trainer Baumgart mit verstärkter Defensive und behielt somit weiterhin alles im Griff. In der Schlussphase fing man sich noch einen Konter zum Endstand. Da parallel der Karlsruher SC die Partie in Aalen gewann, ist bereits einen Spieltag vor Saisonende klar, dass es für den SVWW nur zum vierten Platz reichen wird.

Szene des Spiels: 28. Minute, Doppelchance für Schäffler und Dittgen. Mit einer Führung im Rücken wäre vielleicht was zu holen gewesen.

Vor dem Spiel hoffte ich tatsächlich auf einen Punktgewinn des SVWW und einen gleichzeitigen Ausrutscher des KSC bei den heimstarken Aalenern.

Nach dem Spiel: 

Das fiel auf:
– Dafür, dass man seine letzte kleine Restchance erhalten wollte, war es einfach zu wenig, auch wenn der Gegner natürlich stark war.
– Der Schiedsrichter war auch nicht gerade hilfreich. Das überharte und völlig unnötige Einsteigen von Krauße gegen Kolke hätte durchaus Rot statt Gelb sein können, eine peinliche Schwalbe im Strafraum von Ritter gab keine Verwarnung (wäre Gelb-Rot gewesen), ein eher regulärer Zweikampf von Schäffler (mit anschließendem Tor durch Mrowca) wurde als Foul gewertet und sogar mit Gelb geahndet und ein Foul an Andrich auf der Strafraumlinie gab statt Strafstoß nur Freistoß (den aber Mintzel verwandelte). Auf der anderen Seite wurde ein Tor für Paderborn aberkannt, was wohl eher kein Abseits war.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Paderball, Telekom (Video)

Zuschauer: 12.588, davon etwa 200 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW wird die Saison auf Platz 4 beenden.

Serien und Rekorde: Alf Mintzels zweiter Saisontreffer ist letztlich nutzlos, genau wie der erste in der Hinrunde beim 1:2 gegen Karlsruhe.

Ansonsten: Die U19 des SVWW steigt maximal unglücklich aus der A-Junioren-Bundesliga ab. Wegen eines verdammten Tores.

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag um 13:30 Uhr schließt der SVWW die Saison mit einem nun leider sportlich bedeutungslosen Heimspiel gegen Aalen ab. In der Hinrunde unterlag der SVWW mit 0:1.