NEL018 - Abflug in der Weihnachtspause

Sonja, Micha und Gunnar mit dem üblichen Programm: die letzten und die nächsten Spiele des SV Wehen Wiesbaden; Erlebnisse aus Berlin, Zwickau und anderswo; A-Jugend; Trainingslager, DFB-Quatsch usw. usf.

Ein paar Links:

 

3. Liga, 17. Spieltag: FSV Zwickau – SVWW 0:2

Tore: Breitkreuz (43.), Diawusie (88.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Kein schönes Spiel, verdienter Sieg.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Nach einer passablen Chance für die Gäste gleich nach einer Minute und einem Schuss der Hausherren fünf Minuten später passierte erstmal nicht viel, erst Mitte der Halbzeit kam der SVWW durch Andrist zu einem gefährlichen Abschluss. Das war es aber auch wieder für längere Zeit. Kurz vor der Pause kam dann nochmal richtig Schwung in die Partie. Zunächst setzte der Zwickauer Antonitsch nach einem Freistoß einen Kopfball unbedrängt neben das Tor, dann traf Patrick Breitkreuz nach Schäfflers Ablage mit einem ordentlichen Wumms aus zehn Metern zur Wehener Führung. Schäffler hatte dann noch zwei große Chancen, schon vor dem Halbzeitpfiff für die Vorentscheidung zu sorgen, traf aber nur den Torwart bzw. einen Verteidiger. In der zweiten Hälfte spielte sich das Geschehen wieder hauptsächlich zwischen den Strafräumen ab, die beste Chance vergab Andrich. Kurz vor Schluss fiel das 2:0 nach einem Konter über Andrist und Diawusie.

Liebling des Spiels: Agyemang Diawusie. Hatte in den ersten Saisonspielen ein paar Riesenchancen recht kläglich vergeben und in letzter Zeit eher den Mitspieler gesucht, statt selbst abzuschließen (so auch in der 45. Minute mit einer perfekten Vorlage für Schäffler), aber diesmal blieb er cool und vollendete zum Endstand.

Szene des Spiels: 37. Minute:

Mintzel musste zwar mit Schmerzen ausgewechselt werden, aber glücklicherweise stellte sich die Verletzung nur als Fußprellung heraus, im nächsten Spiel sollte er wieder einsatzfähig sein.

Vor dem Spiel: Ein bisschen Bangen, ob man nach zwei Ligaspielen ohne eigenen Treffer die Ladehemmung überwinden können würde.

Nach dem Spiel: 

Das fiel auf:
+ Mal wieder so gut wie keine gegnerischen Chancen zugelassen.
+/- Letztlich einigermaßen souverän gewonnen, aber man hätte sich das Leben deutlich leichter machen können, wenn man früher eine der guten Gelegenheiten zum 2:0 nutzt.
+/- Von beiden Mannschaften mehr Kampf als Fußball, wobei der tiefe Boden einem besseren Spiel auch nicht gerade zuträglich war.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Telekom (Video)

Zuschauer: 3.024, davon 27 Wehener.

Tabelle: Dank der Kölner Niederlage schiebt sich der SVWW auf Platz 3 vor. Das ist das erste Mal seit drei Jahren, dass man zu einem fortgeschrittenen Zeitpunkt in der Saison auf einem Aufstiegsplatz steht.

Serien und Rekorde: Diawusie ist schon der vierzehnte SVWW-Spieler, der in dieser Saison einen Ligatreffer erzielen konnte. Soviele verschiedene Torschütze hat bisher kein anderes Team. Außerdem: bereits das zehnte Zu-Null-Spiel.

Ansonsten: Das Hessenpokal-Halbfinale beim TSV Steinbach wurde auf den 20. März 2018 (Anpfiff 19:00 Uhr) terminiert.

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag (14 Uhr) kommt zum letzten Heimspiel im Jahr 2017 kein Geringerer als Tabellenführer SC Paderborn in die Brita-Arena. Die Ostwestfalen haben sich nach ihrem glücklich vermiedenen Absturz in die Regionalliga sensationell berappelt und führen seit elf Spielen die Tabelle an, auch wenn es am vergangenen Wochenende gegen den KSC die erste Heimniederlage der Saison setzte. In der letzten Saison unterlag der SVWW zuhause mit 1:2 und gewann dafür 1:0 in Paderborn.

3. Liga, 16. Spieltag: SVWW – FC Hansa Rostock 0:1

Tore:

Das Spiel in maximal fünf Worten: In Überzahl plötzlich chancenlos.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Die Gäste aus Rostock begannen etwas druckvoller und kamen schon nach wenigen Minuten zu den ersten Gelegenheiten. Der SVWW bekam das Spiel nach zehn, fünfzehn Minuten unter Kontrolle und hatte ab Mitte der ersten Halbzeit eine Reihe guter Möglichkeiten und hätte zur Halbzeit eigentlich führen müssen. Nach dem Seitenwechsel ging es direkt so weiter, aber zum dritten Mal konnte ein Hansa-Spieler auf der Linie klären. Als Bischoff nach Foul an Kuhn mit Gelb-Rot vom Platz musste, hoffte man, dass sich in Überzahl vielleicht noch eher das Glück erzwingen lässt, aber das Gegenteil war der Fall. Hansa ging durch Benyamina nach einer Ecke in Führung und dem SVWW fiel gegen jetzt gut verteidigende Gäste nichts mehr ein. Kolke verhinderte sogar noch das 0:2, aber vorne gab es schlicht keine Chance mehr. Statt auf einen Aufstiegsplatz zu klettern, blieb nur Frust.

Liebling des Spiels: Leider keiner.

Szene des Spiels: 23. Minute, Alf Mintzel dringt von links in den Strafraum ein und wird klar gefoult. Sah zumindest jeder so außer dem Schiedsrichter, der weiterspielen ließ.

Vor dem Spiel: Lange, laaange Schlangen an den unterbesetzten Eingangskontrollen. Nach dem Lob für die gute Organisation beim Pokalspiel gegen Schalke ist man offenbar wieder in den alten Modus zurückgefallen.

Nach dem Spiel: Durchgefroren und frustriert.

Das fiel auf:
+ Gegen die zweitbeste Defensive gab es unerwartet viele Torchancen.
– Chancenverwertung leider wieder verheerend.
– In Überzahl ging auf einmal überhaupt nichts mehr. Ist mir immer noch völlig unverständlich, wie man bei Elf gegen Elf die bessere Mannschaft mit zahlreichen hochkarätigen Chancen sein kann und gegen einen Mann weniger nichts mehr auf die Kette kriegt.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Telekom (Video)

Zuschauer: 3.365, davon gut 800 Gästefans.

Tabelle: Weiterhin Platz 4, ein Punkt hinter Fortuna Köln, zwei Punkte vor Unterhaching.

Serien und Rekorde: Zum dritten Mal war in dieser Saison die Liga durch eine Länderspielpause unterbrochen, zum dritten Mal fängt sich der SVWW eine absolut vermeidbare Niederlage ein (zuvor 0:1 gegen Meppen und 1:2 in Halle). Gut, dass es für den Rest der Saison keine weiteren solcher Unterbrechungen gibt.

Ansonsten: Meine Tochter eignet sich offenbar nicht als Glücksbringer. Nach einem 0:0 und einem 0:3 auch im dritten Versuch kein Tor für den SVWW. Ab ins Bett, Stadionverbot!

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag (14 Uhr) beim FSV Zwickau. Die Sachsen um SVWW-Legende Ronny König haben aktuell 16 Punkte und stehen auf Platz 17. Zuletzt unterlag man dem KSC mit 0:1. In der vergangenen Saison gewann der SVWW beide Spiele mit 3:0. Das Spiel in der Rückrunde war das erste unter Rüdiger Rehm.

NEL017 - Sonderausgabe live vom Bornheimer Hang

Sonja und Gunnar haben vor, während und nach dem Hessenpokal-Viertelfinalspiel des SVWW beim FSV Frankfurt ein bisschen geplaudert. Die Fachkompetenz steuern unsere Gäste Marvin (vom Eintracht Frankfurt Podcast), Stephan (vom Padercast) und Jasmina bei – herzlichen Dank!

Hessenpokal, Viertelfinale: FSV Frankfurt – SVWW 0:3

Tore: Andrist (15.), Dams (19.), Breitkreuz (90.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Ungefährdet und unspektakulär ins Halbfinale.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Rüdiger Rehm ging keine Experimente ein und angesichts des spielfreien Wochenendes gab es auch keinen Grund zu großer Rotation. Der angeschlagene Mrowca war nicht im Kader und wurde von Dams vertreten, zudem durfte Blacha mal wieder von Anfang an mitspielen. Der SVWW dominierte das Spielgeschehen recht bald und nachdem anfangs die Chancen noch ausblieben, traf Andrist nach einer Viertelstunde. Keine fünf Minuten später durfte Dams nach einer Ecke völlig unbedrängt einköpfen und damit war dann auch schon ziemlich klar, dass der favorisierte Drittligist dieses Spiel gewinnen würde. Der FSV kam nur zweimal halbwegs aussichtsreich in Richtung Wehener Tor: das eine mal ging ein überhasteter Abschluss deutlich daneben, beim anderen Versuch kam das entscheidende Abspiel im Strafraum nicht an. In der zweiten Halbzeit versuchten es die Gastgeber mal mit einem Distanzschuss und einem Freistoß, bei dem Kolke auch mal fliegen durfte, ansonsten gab es nur Chancen für den SVWW, die jedoch mehr oder weniger fahrlässig vergeben wurden. Schäffler und Andrist jeweils zu eigensinnig, Diawusie mit Pech (s. u.), Blacha und der eingewechselte Breitkreuz im Fünfmeterraum nicht konsequent genug. Der FSV hatte sich durch einen Platzverweis nach einem groben Foulspiel an Andrich in Unterzahl gebracht und langte noch ein paar mal kräftig hin, Mintzel musste angeschlagen ausgewechselt werden. In der letzten Spielminute fiel dann noch das 3:0, als Breitkreuz nach Dams’ Kopfball nur noch einschieben musste.

Liebling des Spiels: Richtig überragen musste keiner, aber Robert Andrich als Dreh- und Angelpunkt des Wehener Spiels war schon sehr auffällig.

Szene des Spiels: 63. Minute, nach einer herrlichen Kombination mit vier oder fünf direkten Pässen steht Agyemang Diawusie frei im Strafraum und schiebt den Ball am Torwart vorbei. Die Kugel prallt an den Pfosten, rollt knapp vor der Torlinie entlang und kullert schließlich neben dem anderen Pfosten ins Aus.

Vor dem Spiel: Viele nette Menschen getroffen (ja, auch FSVler) und solange geplaudert, dass wir es gerade noch so rechtzeitig zum Anpfiff in den Gästeblock geschafft haben.

Nach dem Spiel: Noch mehr nette Menschen und ja, wieder FSVler dabei. Unsere Ultras mögen es mir nachsehen, dass ich mich an den Schmähgesängen nicht beteilige.

Das fiel auf:
+ Das ganze Team ist die Aufgabe seriös angegangen und hat keinen Zweifel daran gelassen, dass man die Partie frühzeitig entscheiden will.
+/- Nach der Zwei-Tore-Führung war zu merken, dass man es ohne Risiko runterspielen will.

Das schreiben die anderen: WK, Frankfurter Rundschau, Mainkick.tv (Video)

Zuschauer: 895, davon ca. 120 Gästefans.

Serien und Rekorde: Rüdiger Rehm ist im Hessenpokal immer noch unbesiegt. Für den SVWW war er es in diesem Wettbewerb der sechste Sieg hintereinander, was vermutlich ein Vereinsrekord sein dürfte.

Ansonsten: Wir haben rund ums Spiel ein bisschen ins Mikro gelabert – kommt heute Abend als Podcast-Sonderfolge.

Nächstes Spiel: Im Halbfinale wartet wie im letzten Jahr der TSV Steinbach, das Spiel wird irgendwann im Frühjahr ausgetragen. In der Liga geht es für den SVWW am übernächsten Freitag (19 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Hansa Rostock weiter. Die Mecklenburger stehen aktuell mit 22 Punkten auf Tabellenplatz 8. Siege, Niederlagen und Unentschieden wechseln sich munter ab, zuletzt verlor Hansa zuhause gegen den KSC mit 0:3. In der letzten Saison trennte man sich in Wiesbaden mit einem 1:1-Unentschieden (mit Luca Schnellbachers letztem Tor für Wehen), das Spiel in Rostock gewann der SVWW mit 3:1.