Und jetzt?

Die Saison 2011/12 ist für den SV Wehen Wiesbaden beendet. Im letzten – glücklicherweise sportlich bedeutungslosen – Spiel gegen den SV Babelsberg gab es ein 2:2-Unentschieden, was zumindest in der ersten Halbzeit interessanter war, als man vorher erwarten konnte.

Die Führung durch den Ex- und möglicherweise auch wieder Bald-Wehener Dominik Stroh-Engel glich Zlatko Janjic aus. Janjic erzielte dann per Strafstoß auch die Führung, die aber noch vor der Halbzeitpause, ebenfalls per Elfmeter, wieder egalisiert wurde.

In der zweiten Halbzeit gab es dann kaum noch Torchancen und nachdem der Babelsberger Anton Makarenko übel mit Nico Herzig zusammenprallte und die Gäste die Partie in Unterzahl beenden mussten, wurde endgültig das Spielen eingestellt. Glücklicherweise hat sich der Verdacht auf Schädelbasis bei Makarenko nicht bestätigt.

So hat der SVWW also irgendwie die Saison zu Ende gebracht und man darf gespannt sein, welche Formen der Kader für die nächste Saison in den kommenden Wochen annimmt. Nikolas Ledgerwood wird wohl nicht mehr dabei sein, nachdem der Kanadier anscheinend eine deutliche Aufbesserung seines Gehalts gefordert hat, der Verein dies aber ablehnt. Es halten sich Gerüchte, dass Ledgerwood sich gerade im Vergleich zu Marco Christ unterbezahlt sah – dessen Verpflichtung vor einem Jahr scheint so ziemlich der größte Fehler in der letztjährigen Planung gewesen zu sein. Nicht nur, dass er nie zu einer Form fand, die der Mannschaft hätte helfen können, auch die Eskalation der Probleme mit Janjic in der Vorrunde stehen im Zusammenhang mit Christ, der von Lettieri zum Kapitän gemacht wurde und der starke Mann im Team sein sollte. Tja, und nun bleibt uns wohl Christ erhalten (vermutlich wird es keinen anderen Verein geben, der ihm wenigstens gleich viel bezahlen würde), während z. B. Ledgerwood geht. Gleiches könnte uns wohl auch noch bei ein paar anderen der besseren Spieler dieser Saison drohen, beispielsweise eben Janjic oder auch Benjamin Hübner. Nun ja.

Fest steht hingegen, dass mindestens fünf, vielleicht auch sechs Vereine die dritte Liga verlassen. Aufgestiegen sind Sandhausen und Aalen, dafür kommen Hansa Rostock und Alemannia Aachen von oben. Nachdem sich die Rostocker Bürgerschaft für eine (wie auch immer geartete) Rettung des kurz vor der Insolvenz stehenden FC Hansa ausgesprochen haben, bleibt das zuvor drohende Durchreichen in die Regionalliga aus. In der Relegation stehen sich heute und am kommenden Dienstag Regensburg und der Karlsruher SC gegenüber. Aus der dritten Liga abgestiegen sind Jena, Oberhausen und Werder II. Momentan sieht es auch nicht so aus, dass Jena von einem Zwangsabstieg eines besser platzierten Vereins profitieren könnte – das gab’s ja auch schon desöfteren in der Vergangenheit. Aus der Regionalliga Nord steigt höchstwahrscheinlich der Hallesche FC auf, wobei Holstein Kiel und RB Leipzig theoretisch noch vorbeiziehen könnten. Im Westen entscheidet es sich zwischen Borussia Dortmund II (mit Florian Hübner) und den Sportfreunden Lotte (die Chancen von Mönchengladbach II sind nur noch minimal). Nur im Süden ist schon alles klar, dort ist den Stuttgarter Kickers die Regionalligameisterschaft und somit der Aufstieg nicht mehr zu nehmen.

Soweit also zur dritten Liga. Spannender ist da schon das morgige Finale um den DFB-Pokal und erst Recht das Champions-League-Finale nächste Woche. Letzteres übrigens mit mir vor Ort – aber das ist ein eigenes Thema, über das ich hier vielleicht auch bald schreibe.

P. S.: 40 Punkte hätten übrigens auch zum Klassenerhalt gereicht – habe ich doch gesagt.

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