3. Liga, 23. Spieltag: Eintracht Braunschweig – SVWW 2:3

Tore: Kyereh (Eigentor, 23.), Otto (73.) – Mockenhaupt (17.), Diawusie (31.), Schmidt (60.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Harte Arbeit und Agys Hintern.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Rüdiger Rehm hatte nach dem Sieg gegen Rostock keinen Grund, etwas an seiner Startelf zu verändern, zumal auch keiner der Rekonvaleszenten wieder zur Verfügung stand. Nach einer unspektakulären ersten Viertelstunde ging der SVWW in Führung: Eckball Schmidt auf Mockenhaupt, der völlig frei und mit Schwung zum Kopfball gehen und wuchtig einnetzen durfte. Die Freude währte nur kurz, denn nach einem Braunschweiger Freistoß schob Kyereh den Ball ins eigene Tor (siehe unten). Im direkten Gegenzug machte Kyereh sein Missgeschick fast wieder gut, aber seine scharfe Hereingabe setzte Hansch knapp neben den Pfosten. Kurz darauf passte es besser. Wiederum eine Hereingabe von links, diesmal von Dittgen, der Torwart verpasste erneut und Diawusie rutschte mit dem Ball ins Tor – war es der Oberschenkel, das Gesäß, der Schritt? Egal. In der zweiten Halbzeit hatte die Eintracht eine Riesenchance zum erneuten Ausgleich, aber Bär traf frei vor dem Tor den Ball nicht. Stattdessen konterten die Gäste und liefen in Überzahl aufs gegnerische Tor zu. Diawusie verhühnerte die Gelegenheit mit einem Pass in die Füße eines Verteidigers, hatte aber Glück, dass der Ball zu ihm zurück und es danach zu einer Berührung kam. Der Schiedsrichter gab Strafstoß und das war aus Wehener Sicht schon eine recht glückliche Entscheidung. Es gab zwar einen Kontakt, aber die meisten Schiedsrichter hätten vermutlich nicht auf Foul entschieden. Schmidt war es egal und traf zum 3:1. Braunschweig ließ aber nicht nach und verkürzte wieder, als Otto mit freundlicher Hilfe des SVWW mitten durch die Abwehr laufen durfte. In den verbleibenden zwanzig Minuten spielte sich das Geschehen fast nur noch vor Kolkes Strafraum ab, aber richtig gefährlich wurde es glücklicherweise nicht mehr.

Liebling des Spiels: Agyemang Diawusie. Hat zwar noch reichlich Luft nach oben, aber ein Tor selbst erzielt und den Elfmeter herausgeholt – das lässt für den Rest der Saison einiges erhoffen.

Szene des Spiels: 23. Minute, Freistoß für Braunschweig von der linken Seite. Das Foul, das zum Freistoß führte, war schon umstritten, aber es wurde noch schlimmer. Der Ball fliegt mit viel Effet Richtung Fünfmeterraum, Kolke macht einen Schritt vor, geht aber doch wieder zurück auf die Linie, der Braunschweiger Kessel geht zum Kopfball, kommt aber nicht dran, und der Ball fällt Kyereh auf den Fuß, von wo er nicht ins Toraus, sondern neben den Pfosten ins Tor springt. Hätte aber gar nicht zählen dürfen, weil Kessel im Abseits war und aktiv zum Ball geht.

Vor dem Spiel: Hatte die direkte Konkurrenz komplett nicht gewonnen, also quasi für den SVWW gespielt.

Nach dem Spiel: Chance genutzt – der SVWW will offenbar noch im Aufstiegsrennen mitmischen.

Das fiel auf:
+ Auch ohne Schäffler strahlt das Team Torgefahr aus – das war zu Saisonbeginn noch anders.
+/- Es gab zwar keine richtig großen Chancen mehr für den Gegner, aber in der Schlussviertelstunde hat man sich schon sehr weit in die Defensive drängen lassen und dabei vorne für zu wenig Entlastung gesorgt.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, Magenta Sport (Video)

Zuschauer: 17.015, davon ein paar Dutzend Gästefans.

Tabelle: Der SVWW rückt mit nun 39 Punkten auf Platz 4 vor und hat nur noch zwei Punkte Rückstand auf Platz 3 bzw. vier auf Platz 2.

Serien und Rekorde: Vier Siege in Folge, das gab es in dieser Saison noch nicht (zumindest in der Liga – in der Hinrunde gab es mal drei Ligasiege plus erste Runde Hessenpokal). Mit Diawusie hat auch der dritte Winterneuzugang getroffen, für Mockenhaupt war es ebenfalls der erste Saisontreffer – damit haben bereits 17 verschiedene Spieler ein Tor erzielt.

Ansonsten: Schon zweimal angekündigt, haben wir gestern Abend endlich NEL036 aufgenommen – erscheint heute Abend.

Nächstes Spiel: Am kommenden Freitag bei der SpVgg Unterhaching, sofern es denn stattfinden kann – das ist im Winter in Unterhaching ja immer so eine Sache.

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