3. Liga, 30. Spieltag: Dynamo Dresden – SVWW 2:0

Tore: 1:0 Flotho (10., Eigentor), 2:0 Daferner (56.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Sich selbst geschlagen.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Bätzner konnte wieder von Beginn an auflaufen, außerdem spielte Greilinger statt Janitzek auf der linken Seite. Der SVWW startete wie so oft gut und hatte nach zwei Minuten schon eine erste Chance. Der Ball lief ganz ordentlich, aber nach zehn Minuten brachte man sich selbst in Verlegenheit. Einen eigenen Einwurf verbummelte man zu einer Ecke für Dresden und diesen Eckball verlängerte Flotho dann ins eigene Tor. Kurz danach hatten die Gastgeber eine große Möglichkeit zum 2:0, aber einen Lupferversuch konnte Stritzel problemlos fangen. Spielerisch war der SVWW danach weiterhin auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer und Kaya hatte per Kopf auch eine Chance zum Ausgleich, doch es ging mit dem 1:0-Rückstand in die Pause. Nach dem Seitenwechsel kam Dynamo mehrmals dem zweiten Treffer nahe, aber es brauchte dann tatkräftige Wehener Unterstützung, damit tatsächlich das 2:0 fiel, s. u. Danach verwalteten beide Mannschaften mehr oder weniger das Ergebnis. Eine große Chance bot sich den Gästen noch, als der eingewechselte Johansson erst stark den Ball vor der Torauslinie rettete und dann den völlig freien Flotho bediente, aber der brachte nur einen harmlosen Kopfball in die Arme des Torwarts zustande.

Liebling des Spiels: Eine Breakout-Performance ist nicht zu vermelden, aber ich nutze mal die Gelegenheit, Tarik Gözüsirin zu loben. Er fliegt (auch und gerade hier im Stehblog) zuweilen etwas unter dem Radar, aber gestern gefiel er mir recht gut, wie er umsichtig die Bälle verteilte und sich in Zweikämpfe warf.

Szene des Spiels: 56. Minute, Mockenhaupt spielt ohne großen Gegnerdruck einen läppischen Rückpass zu Stritzel, Dresdens Hauptmann geht dazwischen und legt zum 2:0 auf. Quasi das zweite Eigentor des Spiels und die Entscheidung.

Vor dem Spiel: Nicht viel erwartet, aber doch ein bisschen gespannt, ob die Auswärtsspiel-Außenseiter-Nummer nochmal klappt.

Nach dem Spiel: Kommen langsam gewisse Abstiegssorgen hoch.

Das fiel auf:
+ Sehr gute erste Halbzeit, als man spielerisch absolut gleichwertig mit dem Spitzenreiter war.
– Während der Ballbesitz ziemlich ausgeglichen war, war man in der Zweikampfstatistik deutlich unterlegen.
– Ansonsten die übliche toxische Mischung aus zu wenig eigenen klaren Chancen und ein paar Fehlern in der Defensive und im Aufbauspiel zu viel.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau

Zum Nachschauen: Magenta Sport (Highlight-Video)

Zuschauende: 30.267, davon etwa 50 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW bleibt weiterhin auf dem 9. Platz, aber der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt nur noch fünf Punkte.

Vergleich zur Hinrunde: -7

Serien und Rekorde: Schon die elfte Saisonniederlage und damit genauso viele wie Siege. Seit dem 13. Spieltag, als der SVWW mit einem Sieg gegen Bielefeld Tabellenführer hätte werden können, hat man gerade mal 20 Punkte in 18 Spielen geholt. In Dresden gab es vier gelbe Karten und zwar alle für Spieler, die kürzlich eine Gelbsperre abgesessen haben.

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag (14 Uhr) zuhause gegen Waldhof Mannheim.

Foto: Screenshot Magenta Sport