Die Wehenschau (KW 6/2026)

Wie erwartet ist die Wintertransferperiode ohne weitere Veränderungen am Kader des SV Wehen Wiesbaden zu Ende gegangen. Dafür sind relativ unbemerkt zwei Ex-Spieler zurückgekehrt und verstärken Alf Mintzels Vertriebsteam, nämlich Daniel Döringer und Gian-Luca Korte. Zum Vertriebsteam gehört jetzt offiziell auch als „Club-Repräsentant“ Stefan Blöcher.

Für die Zukunft hat man Hüseyin-Kerem Deveci aus der eigenen Jugend mit einem Profivertrag ausgestattet. Dass man so früh dran ist – Deveci ist erst 16, der Profivertrag gilt erst ab 2028 – deutet darauf hin, dass man hier ein besonderes Talent in den eigenen Reihen hat, welches man nicht vorzeitig an die größeren Clubs in der Region verlieren möchte.

Gestern hat die DFL die genauen Spieltermine der beiden Bundesligen bis Ende März veröffentlicht, was bedeutet, dass in Kürze auch der DFB mit den Ansetzungen für die 3. Liga folgen wird. Immerhin ist er Termin für das Hessenpokal-Viertelfinale beim FSV Fernwald mittlerweile fix und zwar wie erwartet der 18. Februar, 19 Uhr.

Veröffentlicht hat der DFB dafür Anfang der Woche den Saisonreport 2024/25 zur 3. Liga. U. a. beim kicker gibt es eine Zusammenfassung.


Für den SVWW stehen nun zwei Heimspiele hintereinander an, die zumindest auf dem Papier unterschiedlicher nicht sein könnten. Zunächst kommt der abgeschlagene Tabellenletzte aus Schweinfurt und eine Woche später der MSV Duisburg, aktuell Dritter und somit natürlich ein klarer Aufstiegskandidat. Das Gute aus Wehener Sicht ist, dass die Heimspiele zuletzt wieder deutlich mehr Spaß gemacht haben, und zwar nicht nur, weil man gewonnen hat. Auswärts ist die Punkteausbeute seit Daniel Scherings Amtsantritt zwar auch gut, aber da blieb schon mehrfach nach den Spielen das Gefühl von eher glücklichen Punktgewinnen. Letztlich ist es natürlich egal, wie man seine Punkte holt, und gerade im Fußball als „Low-Scoring-Game“ spielen Kleinigkeiten und Zufall eine große Rolle, aber auf Dauer besteht eben doch ein Zusammenhang zwischen gutem Fußball und guten Ergebnissen. Hoffen wir also auf ein gutes Spiel, aber vor allem auf einen Sieg gegen Schweinfurt am Samstag, die sicherlich um ihre letzte Chance kämpfen werden. Das Hinspiel sollte Warnung genug sein.


Was, wann, wo: 3. Liga, 23. Spieltag, Samstag, 7. Februar, 14:00 Uhr, zuhause gegen den 1. FC Schweinfurt 05

Der Gegner: Die Aufsteiger aus Unterfranken steuert dem direkten Wiederabstieg entgegen. Nur drei Siege, aber 19 Niederlagen und daraus resultierend schon 14 Punkte Rückstand auf Platz 15 sind dann doch sehr deutlich. Dass man selbst nicht mehr so recht an den Klassenerhalt glaubt, zeigt sich auch darin, dass man den besten Torschützen Jakob Tranziska (vier Treffer) in der Winterpause ziehen ließ. Allerdings sind die „Schnüdel“ mit einem 2:0-Sieg gegen Viktoria Köln in die Rückrunde gestartet und auch die beiden knappen Niederlagen gegen Cottbus (1:2) und Regensburg (0:1) deuten nicht darauf hin, dass die Mannschaft von Victor Kleinhenz sich hängen lässt.

Das Spiel in der Hinrunde gewann der SVWW mit 1:0, nachdem Agrafiotis in der 94. Minute getroffen und Stritzel in der 97. Minute einen Strafstoß pariert hatte.

Der Direktvergleich geht aufgrund der besseren Bilanz aus Regionalligazeiten mit 6S/1U/4N an Schweinfurt. In der 3. Liga war das Hinspiel die bisher einzige Begegnung.

Personelles: Von den Verletzten gibt es nichts Neues, auch Suarez ist noch kein Kandidat für den Spieltagskader. Agrafiotis hat seine Gelbsperre abgesessen, aktuell stehen Flotho und Gözüsirin bei jeweils vier gelben Karten.

Aufstellungstipp: Brdar – Mockenhaupt, Gillekens, Hübner, Janitzek, May – Bogicevic, Gözüsirin, Johansson – Kaya, Agrafiotis

Nach dem Spiel wird der SVWW selbst im Falle eines Sieges keinen Platz in der Tabelle gut machen können.


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