Die Wehenschau (KW 6/2020)

Gestern und vorgestern waren einige Ex-Spieler des SV Wehen Wiesbaden im DFB-Pokal im Einsatz: Am Dienstag spielte Alexander Nandzik mit dem 1. FC Kaiserslauten, gestern unterlag Benni Hübner mit Hoffenheim in München, sein Bruder Flo kam für Union Berlin nicht zum Einsatz, dafür erzielte dessen Teamkollege Robert Andrich das Siegtor in Verl, wo auch Zlatko Janjic spielt. Gleich drei Ex-Wehener standen in Saarbrücken auf dem Platz, nämlich Tobias Jänicke und Timm Golley für den FCS sowie Marc Lorenz für den KSC (Golley traf im Elfmeterschießen, Joe Vunguidica war nicht im Kader).

In der Brita-Arena fand aus bekannten Gründen leider kein Pokalspiel statt, aber dafür gab es im “Allerheiligsten”, nämlich der Mannschaftskabine den “SVWW-Lesekreis”. Alf Mintzel führte als Moderator durch den Abend und steuerte ebenso wie Sportdirektor Christian Hock die Innensicht zu den von Matthias und Gunnar vorgelesenen Auszügen aus “111 Gründen, den SV Wehen Wiesbaden zu lieben” bei. Ein rundum gelungener Abend, der sowohl den direkt Beteiligten als auch dem Publikum großen Spaß machte.

Ein weiteres eher ungewöhnliches Event findet am 6. März in der Brita-Arena statt. Dann wird dort das Frauen-Länderspiel zwischen Kosovo und Russland im Rahmen der EM-Qualifikation ausgetragen werden. Aus Sicherheitsgründen hatte die UEFA eine Verlegung auf einen neutralen Platz angeordnet.
[In einer ursprünglichen Version dieses Beitrags war als Quelle nur ein Tweet genannt, aber die UEFA-Seite dürfte als offizielle Bestätigung gelten.]

Und damit zurück zum SVWW. Der nächste Gegner VfL Bochum unterlag am Montagabend dem HSV, was bedeutet, dass Wehen auch nach dem vollständigen Spieltag auf dem 15. Tabellenplatz und somit erstmals seit dem 1. Spieltag nicht auf einem Abstiegsplatz steht. Der eigene Punktgewinn in Hannover hatte übrigens nicht nur Auswirkungen auf die aktuelle Tabelle, sondern auch auf die ewige Zweitligatabelle, in der der SVWW mittlerweile auf Platz 99 vorgedrungen ist.


Was, wann, wo: 2. Bundesliga, 21. Spieltag, Sonntag, 9. Februar, 13:30 Uhr, zuhause gegen den VfL Bochum

Der Gegner: Wie erwähnt stecken die ehemals “Unabsteigbaren” (der 1. Liga) mitten im Abstiegskampf der 2. Liga und es kommt zum zweiten Mal in dieser Saison dazu, dass der SVWW gegen eine Mannschaft spielt, die in der Tabelle noch weiter unten steht – das erste Mal war gegen Dresden und ging bekanntlich nicht gut aus. Für Bochum ist die Begegnung in Wiesbaden ein gefühltes Endspiel, nachdem man alle drei bisherigen Rückrundenpartien verloren hat. Es wurden schon Zweifel daran laut, ob denn alle Spieler mit hundertprozentigem Einsatz ihren Aufgaben nachgehen, weshalb Fans am Dienstag einige motivierende Transparente am Trainingsplatz aufhingen. Man kann wohl eine ziemlich intensive Partie erwarten.

Das Spiel in der Hinrunde ging 3:3 aus, nachdem der SVWW schon 3:0 zur Halbzeit geführt hatte. Trotz der Aufholjagd entließ sich Bochums damaliger Trainer Robin Dutt im Anschluss quasi selbst, sein Nachfolger ist Thomas Reis. Das Spiel im Ruhrstadion war auch die bisher einzige Begegnung beider Mannschaften.

Personelles: Sebastian Mrowca ist nach seiner Gelbrot-Sperre wieder einsatzberechtigt und es wird interessant, ob und wo Rüdiger Rehm ihn aufstellt. Die Grundausrichtung der letzten Spiele mit Chato als einzigem Sechser muss nicht unbedingt verändert werden und hinten rechts, wo Mrowca zuletzt gegen Aue spielte, kam Kuhn in Hannover wieder zum Einsatz. Allerdings ist Kuhn wohl noch nicht vollständig fit und wurde zur Halbzeit ausgewechselt, sodass die Frage “wohin mit Beppo?” um eine Woche verschoben werden könnte.

Aufstellungstipp: Lindner – Mrowca, Mockenhaupt, Dams, Röcker, Schwede – Chato – Aigner, Kyereh, Dittgen – Schäffler

Nach dem Spiel wird der SVWW zwischen Platz 11 und 17 stehen.


Außerdem: Schon gehört? In der aktuellen Folge “Niemals Erste Liga” besprechen Sonja und Gunnar die letzten beiden Partien. Gunnar war zudem im VfL-Bochum-Podcast “Immer wieder VfL” zu Gast, um den SVWW vorzustellen und über das kommende Spiel zu sprechen. Wir erfahren dort auch, warum in Bochum Menschen in SVWW-Trikots herumlaufen.