3. Liga, 35. Spieltag: FC Erzgebirge Aue – SVWW 2:2

Tore: 0:1 Flotho (24.), 1:1 Zobel (27.), 1:2 Gözüsirin (78.), 2:2 Seiffert (85.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Was genau ist eigentlich Wismut?

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Nach einer ersten Chance für die Gastgeber kontrollierte der SVWW, bei dem Stritzel nach langer Verletzungspause sein Pflichtspiel-Comeback gab, das Spielgeschehen und kam auch zu ein paar Torgelegenheiten. Mockenhaupt vergab eine Monsterchance (s. u.), legte dafür aber später das 0:1 durch Flotho auf, nachdem er schön von Bogicevic geschickt wurde. Die Führung hielt nicht lange, denn nach einem Freistoß glich Aue aus. Mit dem Ausgleich ging auch die Spielkontrolle dahin, während die Gastgeber noch ein paar Chancen bis zur Pause hatten. Nach dem Seitenwechsel setzte Bogicevic mit einem schönen Distanzschuss das erste Ausrufezeichen, aber Aues Keeper Lord war zur Stelle. Danach dümpelte der SVWW so vor sich hin und schwächte sich in Person von May mal wieder selbst, der innerhalb von wenigen Minuten zwei Verwarnungen erhielt und mit Gelb-Rot vom Platz musste. Eine Ecke von Gözüsirin flog an allen vorbei und ins Tor zur erneuten Führung, aber auch diese hielt nicht lange an und Aue traf zum 2:2. Auf beiden Seiten gab es in der Schlussphase noch Chancen, aber letztlich war das Unentschieden zwischen zwei Mannschaften, die das Siegen verlernt haben, folgerichtig. Für Erzgebirge Aue steht der Abstieg in die Regionalliga damit auch rechnerisch fest.

Szene des Spiels: 6. Minute, Kalem flankt von der linken Seite auf den freistehenden Mockenhaupt, der das Kunststück fertigbringt, aus drei Metern nicht ins Tor, nicht übers Tor und auch nicht neben das Tor zu schießen, sondern quasi zum Einwurf zu klären. Verteidiger durch und durch, machste nix.

Vor dem Spiel: In Zen-hafter Entspanntheit das nächste Ist-jetzt-auch-egal-Spiel angegangen.

Nach dem Spiel: Eis essen gegangen. Endlich Frühling!

Das fiel auf:
– Nachdem man gegen Mannheim gleich drei Gegentore nach Standardsituationen kassiert hatte, sollte man doch vermuten, dass sowas anschließend trainiert wird.
+ Obwohl ungefähr zehn eigene Eckball-Versuche nicht den Hauch von Torgefahr versprühten, versuchte es Gözüsirin unverdrossen weiter und wurde schließlich mit einem direkten Treffer belohnt.
– Wie schon im Spiel gegen Saarbrücken umgeht May eine Sperre für seine zehnte gelbe Karte, indem er sich einen Platzverweis einhandelt.
+/- Es ist ja durchaus begrüßenswert, dass Nachwuchsspieler zu ihren Einsätzen kommen, insbesondere in dieser Saisonphase, aber wenn Neubert bei so ziemlich jedem gegnerischen Angriff über seine Seite einfach überlaufen oder überspielt wird, kann man bezweifeln, ob er schon reif für die 3. Liga ist.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau

Zum Nachschauen: Magenta Sport (YouTube, Highlight-Video)

Zuschauende: 5.630, davon etwa 50 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW bleibt auf Platz 9.

Vergleich zur Hinrunde: +/-0

Serien und Rekorde: Der SVWW schließt den April ohne eine einzigen Sieg ab, insgesamt war es das siebte Ligaspiel in Folge ohne Dreier.

Nächstes Spiel: Am nächsten Sonntag (3. Mai, 16:30 Uhr) zuhause gegen den VfL Osnabrück.

Foto: Screenshot Magenta Sport


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