Die Wehenschau (KW 18/2026)

Seit sich der SV Wehen Wiesbaden und der VfL Osnabrück am 2. Spieltag der Zweitligasaison 2007/08 (damals im Frankfurter Waldstadion) erstmals begegnet sind, hat sich aus dieser Paarung ein wahrer Dauerbrenner entwickelt, der am Sonntag zum 34. Mal aufgelegt wird. Mehrmals gab es gleichzeitige Auf- und Abstiege beider Vereine, nur zweimal hat Osnabrück zwischendurch eine Saison in der 2. Bundesliga ohne den SVWW eingelegt. Demnächst werden sich die Wege für wenigstens ein Jahr wieder trennen, denn während der SVWW bekanntlich der 3. Liga treu bleibt, ist der Aufstieg der Niedersachsen nur noch rechnerisch zu verhindern. Je nachdem, wie die Konkurrenten spielen, ist der Aufstieg eventuell schon vor Anpfiff sicher, ansonsten würde schon ein Unentschieden genügen. Natürlich will man als Tabellenführer auch Meister werden und könnte das mit einem Sieg in der Brita-Arena sicherstellen. Entsprechend groß ist die Euphorie bei den Lila-Weißen, die mit rund 5.000 Fans anreisen werden. Diese können übrigens die Partie Duisburg gegen Cottbus (13:30 Uhr) auf einer Leinwand außerhalb des Stadions vor dem Gästebereich verfolgen.

Während mir der VfL Osnabrück ansonsten ziemlich egal ist, freut es mich für einen dann doch: Bjarke Jacobsen hat eindrucksvoll bewiesen, dass es ein Fehler war, als ihn der SVWW im vergangenen Sommer aussortiert hat. Absoluter Stammspieler und sicher nicht unschuldig daran, dass der VfL die mit Abstand beste Defensive der Liga hat, dazu fünf Tore erzielt (zuletzt beim vorentscheidenden Heimsieg gegen Verl) – Glückwunsch, Bjarke!


Was, wann, wo: 3. Liga, 36. Spieltag, Sonntag, 3. Mai, 16:30 Uhr, zuhause gegen den VfL Osnabrück

Der Gegner: Nach einer überragenden Rückrunde (bisher 41 Punkte aus 16 Spielen) wird der VfL zum achten Mal in die 2. Bundesliga aufsteigen. Dabei fällt vor allem die überragende Defensive auf: nur 28 Gegentore musste die Mannschaft von Trainer Timo Schultz hinnehmen, seit der Winterpause sogar nur noch 7! Da ist es auch egal, dass die Mannschaften auf den Plätzen 2 bis 7 teilweise deutlich mehr Tore erzielt haben als die 58 von Osnabrück. 13 davon gehen auf das Konto von Robin Meißner.

Das Spiel in der Hinrunde gewann der SVWW durch einen Sonntagsschuss von Fatih Kaya mit 1:0.

Der Direktvergleich spricht sowohl insgesamt (18S/6U/9N) als auch nur auf die 3. Liga (14S/4U/7N) bezogen für den SVWW.

Personelles: May ist gesperrt, Fechner, Hübner, Johansson und Kioumourtzoglou laborieren weiterhin an größeren oder kleineren Wehwehchen.

Aufstellungstipp: Stritzel – Mockenhaupt, Neubert, Gillekens, Janitzek, Greilinger – Bogicevic, Gözüsirin – Kaya, Flotho, Kalem

Nach dem Spiel wird auf der Südseite des Stadions tüchtig gefeiert, während der SVWW auf Tabellenplatz 9 bis 11 steht.


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