3. Liga, 25. Spieltag: SVWW – Würzburger Kickers 0:2

Tore: Ademi (9., 82.)

Das Spiel als Tautogramm: Würzburg wie Wehen, Wehen wie Würste.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Alles guten Dinge sind drei, heißt es – aber eben nicht vier. Rüdiger Rehm brachte zum vierten Mal in Folge dieselbe Startelf (auch weil Schäffler noch nicht im Kader stand), doch ab der ersten Sekunde lief nichts zusammen für den SVWW. Schon der erste Rückpass zu Kolke leitete die erste Chance für die Gäste ein, der Krake musste gleich mal sein ganzes Können aufbieten. Kaum, dass sich die Rotschwarzen mal halbwegs flüssig aus der Abwehr herauskombiniert hatten, verlor Titsch-Rivero im Mittelfeld den Ball, schneller Angriff von Würzburg, Tor. Doch auch der frühe Rückstand rüttelte die Hausherren nicht wirklich auf. Es dauerte lange, bis sie überhaupt mal in die Nähe des gegnerischen Tors kamen, wo dann aber die gut sortierte Würzburger Defensive nichts zuließ. Die Wehener fielen nur durch Fehlpässe und Missverständnisse auf, das Spiel machten die Kickers. In der zweiten Halbzeit wurde der SVWW ein klein wenig zielstrebiger, kam aber kaum zu klaren Chancen. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich war eine Hereingabe des schön von Schmidt freigespielten Schwadorf auf Diawusie, aber erneut war ein Würzburger Verteidiger schneller. Schließlich fiel noch das 0:2 und auch in den verbliebenen zehn Minuten gelang keine wundersame Auferstehung des SV Wehen Wiesbaden.

Liebling des Spiels: Eigentlich ein Komplettausfall der ganzen Mannschaft. Kolke verhinderte mit einigen guten Paraden Schlimmeres und Diawusie hatte ein paar gute Szenen in der Offensive, aber das war es auch schon.

Szene des Spiels: 1. Minute, Lorch spielt einen Rückpass auf Kolke, aber der Ball kommt nicht flach, sondern springt halbhoch ab. Kolke will den Ball in Bedrängnis rausschlagen, produziert aber eine Bogenlampe, die kurz vor dem Strafraum wieder runterfällt und ermöglicht so den ersten Torschuss der Gäste. Es war einfach von Anfang an der Wurm drin.

Vor dem Spiel:

Nach dem Spiel:

Das fiel auf:
– Hinten wacklig, vorne ohne jegliche Durchschlagskraft – alles, was den SVWW in den letzten Wochen ausgezeichnet hatte, war wie weggeblasen.
– Würzburg spielte die allermeisten Angriffe über rechts, weil sie die linke Wehener Abwehrseite offenbar als Schwachpunkt ausgemacht hatten – und lagen damit ziemlich gut.
+/- Erstaunlich, wie die Kickers ständig in Überzahlsituationen waren und so die Wiesbadener Angreifer meistens völlig isolierten.
+/- Überhaupt hat Würzburg ziemlich genau so gespielt, wie es der SVWW ansonsten tut – leider hat der SVWW nicht so gespielt, wie er es sonst tut.

Das schreiben die anderen:WK, kicker, Magenta Sport (Video), hessenschau (mit Video)

Zuschauer: 2.537, davon etwa 250 Gästefans. Allerdings frage ich mich, wie die exakte Zuschauerzahl zustande kam, denn statt (wie sonst) nicht funktionierender Ticketscanner gab es diesmal einfach keine.

Tabelle: Der Sprung auf Platz 2 wurde verpasst, aber immerhin konnte man dank des Siegs von Osnabrück gegen Halle den Relegationsplatz behalten. Der SVWW also weiterhin punktgleich vor dem Halleschen FC und drei Punkte hinter Karlsruhe.

Serien und Rekorde: Zum ersten Mal seit Mitte Dezember gegen Uerdingen geriet der SVWW in Rückstand und auch zum ersten Mal seit jenem Spiel erzielte man keinen eigenen Treffer – Ergebnis auch damals 0:2. Der SVWW verliert zum dritten Mal in Folge gegen die Würzburger Kickers und wie in der Rückrunde der letzten Saison endet damit eine schöne Siegesserie.

Ansonsten:

Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag beim SV Meppen.

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