2. Bundesliga, 2. Spieltag: FC Erzgebirge Aue – SVWW 3:2

Tore: Krüger (19.), Nazarov (35.), Baumgart (82.) – Tietz (43.), Dittgen (89.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Da war mehr drin.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Rüdiger Rehm veränderte die Startelf auf vier Positionen: Röcker, Lorch, Ajani und Tietz ersetzten Dams, Gül, Shipnoski und Schäffler. Der SVWW kam gut ins Spiel und hätte am Ende einer munteren ersten Viertelstunde durchaus in Führung gehen können. Danach verlor Wehen allerdings etwas den Faden und ließ einige Chancen zu, von denen Aue zwei nutzen konnte. Immerhin gelang nach einem schönen Angriff noch vor der Pause der Anschlusstreffer durch Tietz. In der zweiten Halbzeit drückte Wehen tüchtig aufs Gas und war einige Male nahe am Ausgleich, während die Gastgeber nur noch auf Kontermöglichkeiten lauerten. Diese hatten sie dann zehn Minuten vor dem Ende und erzielten das 3:1. Dittgen verkürzte in der Schlussphase zwar nochmal, aber zu einem Punktgewinn sollte es nicht mehr reichen.

Liebling des Spiels: Ulli Potofski. Der Sky-Kommentator machte sich nicht wie viele Kollegen über den kleinen Gästeblock lustig, sondern lobte die rotschwarze Anhängerschaft dafür, die weite Anreise auf sich genommen zu haben.

Szene des Spiels: 15. Minute. Eine Wehener Hereingabe lenkt ein Auer Verteidiger fast ins eigene Tor, aber der Torwart bekommt gerade noch den Fuß an den Ball. Beim anschließenden Eckball hat Mrowca gleich zweimal eine Schusschance, aber bekommt den Ball nicht im Tor unter.

Vor dem Spiel: Neben den erwarteten Veränderungen etwas Verwunderung, dass Schäffler auch auf die Bank musste, aber anscheinend ist er etwas angeschlagen und noch nicht 100% fit.

Nach dem Spiel: Einerseits Frust, dass wieder nichts Zählbares raussprang, aber andererseits macht der Auftritt insgesamt Hoffnung.

Das fiel auf:
+ Deutlich besserer Auftritt als im letzten Spiel, gute erste Viertelstunde und starke zweite Halbzeit.
– Nach Mrowcas Doppelchance ging bis zur Pause nicht mehr viel, in der Defensive häuften sich die Aussetzer.
– Sowohl das zweite als auch das dritte Tor waren Schüsse aus über 25 Metern. Auch wenn diese gut platziert waren, muss man sich doch fragen, warum ein 2 Meter großer Torwart nicht mal die Fingerspitzen an den Ball bekommt.

Das schreiben die anderen: WK, kicker (Ein Highlight-Video scheint uns DAZN diese Woche nicht zu gönnen.)

Zuschauer: 9.500, davon etwa 60 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW ist weiterhin punktlos und rutscht auf Platz 17. Wie schon letzte Woche brachte das späte Tor zwar keinen Punktgewinn, verhinderte aber den Sturz auf den letzten Platz.

Serien und Rekorde: Nach seinem Tor in der Relegation trifft Dittgen schon wieder. Wie bei Kuhn letzte Saison scheint der Anreiz Saisonwette zu wirken.

Nächstes Spiel: Am kommenden Sonntag gastiert der 1. FC Köln zur ersten DFB-Pokalrunde in der Brita-Arena. In der Liga geht es eine Woche später mit einem Heimspiel gegen Hannover 96 weiter.

trainerbaade

Oha, ein positiver Kommentar zu Ulli Potofski. Nun ist so etwas ja ohnehin völlige Geschmackssache und hier ging es ja auch nicht um seine Art, sondern um den Inhalt, aber damit ja eben auch eine Einstellung zu den Dingen. Mir gefällt er meist, habe aber das Gefühl, damit nicht besonders viele Genossen zu haben. Und schön, dass Du es überhaupt erwähnst. Also schön für mich, der ich diese Übertragung natürlich nicht verfolgte.

Gunnar

Ich hatte ihn schon länger nicht mehr als Kommentator gehört und war insgesamt ganz angetan von ihm, weil er das ganze eher unaufgeregt (aber keinesfalls gelangweilt) begleitet hat.

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