Die Wehenschau (KW 38/2019)

Für den SV Wehen Wiesbaden stehen nun zwei Heimspiele hintereinander auf dem Spielplan, zuerst gegen Arminia Bielefeld und danach gegen den VfL Osnabrück. Wenn man allerdings die bisherigen Wehener Ligaspiele zum Maßstab nimmt, fällt die Vorfreude eher gedämpft aus, schließlich setzte es bisher drei Heimniederlagen mit zunehmend desolaten Darbietungen. Bei den Auswärtsspielen stimmte überwiegend die Leistung (wenn auch freilich nicht die Resultate), aber zuhause lief noch gar nichts zusammen, das Pokalspiel mal außen vor gelassen. Dabei wären die bisherigen Gegner durchaus schlagbar gewesen, mussten selbst aber nicht mal besonders gut spielen, um die Punkte aus der Brita-Arena mitzunehmen.

Aber man wäre ja kein Fußballfan, wenn man nicht trotzdem hoffen würde, dass es jetzt gegen Arminia Bielefeld besser laufen wird, auch wenn die Ostwestfalen noch ungeschlagen sind und vom dritten Tabellenplatz grüßen. Natürlich darf dabei nicht unerwähnt bleiben, dass Rüdiger Rehm vor seiner Zeit beim SVWW kurz Trainer der Arminia war, aber nach zehn sieglosen Spielen schnell wieder gehen musste. Eigentlich beste Voraussetzungen, um am Samstag Rehms ersten Sieg als Trainer in der 2. Bundesliga zu feiern.


Was, wann, wo: 2. Bundesliga, 7. Spieltag, Samstag, 21. September, 13 Uhr, zuhause in der Brita-Arena gegen Arminia Bielefeld

Der Gegner: Für die jüngeren Leser ist es vielleicht nur schwer vorstellbar, aber Arminia Bielefeld hat tatsächlich insgesamt 17 Jahre in der ersten Liga gespielt, zuletzt in den Nuller Jahren fünf Saisons hintereinander. In den letzten zehn Jahren war überwiegend Zweitklassigkeit angesagt, mit zwei Ausflügen in die 3. Liga, aber in jüngster Zeit schielt man wieder nach oben. Unter Trainer Uwe Neuhaus war Arminia die zweitbeste Rückrundenmannschaft der vergangenen Saison und ist mit drei Siegen und drei Unentschieden auch gut in die aktuelle Runde gestartet. Bekanntester Spieler dürfte Kapitän und Torjäger Fabian Klos sein, der seit 2011 für Bielefeld spielt, Rekordtorschütze des Vereins ist und auch in dieser Saison schon wieder viermal getroffen hat.

Die letzten Spiele gegeneinander: In bisher drei gemeinsamen Drittligaspielzeiten begegnete man sich sechsmal, wobei der SVWW einmal und Arminia zweimal gewinnen konnte. Die letzten beiden Aufeinandertreffen in der Saison 2014/15 endeten jeweils 1:1.

Personelles: Neben den Langzeitverletzten hatten sich vor dem Spiel in Fürth auch Schwede und Knöll mit Blessuren abgemeldet, zudem fehlte Shipnoski ohne weitere Angaben von Gründen – riecht ein bisschen nach Disziplinarmaßnahme, die ja gerne mal nicht öffentlich gemacht werden. Sofern er in dieser Woche ordentlich trainiert hat, dürfte er gegen Bielefeld wieder im Kader sein. Bei Schwede wurde ein Muskelfaserriss angegeben, was vermutlich ein paar Wochen Ausfall bedeutet, Knöll hingegen könnte wieder fit sein.

Aufstellungstipp: Watkowiak – Kuhn, Medic, Röcker, Franke, Dittgen – Aigner, Mrowca, Titsch-Rivero, Kyereh – Schäffler

Nach dem Spiel wird der SVWW wahrscheinlich immer noch Tabellenletzter sein.


Außerdem: Von Arminia Bielefeld ist der Sprung nicht weit zum Magazin „11 Freunde“, sind doch die beiden Redakteure Philipp Köster und Jens Kirschneck bekanntlich Fans des Vereins. Die beiden sind mal wieder auf Lesereise und kommen u. a. im Oktober nach Mainz und im März nach Wiesbaden. Was einen dortin etwa erwartet, habe ich vor ein paar Jahren schon mal notiert, die genauen Tourdaten gibt es hier.