3. Liga, 24. Spieltag: SVWW – MSV Duisburg 6:1

Tore: 1:0 Kaya (3.), 2:0 Flotho (26.), 3:0 Kaya (45.+2), 3:1 Krüger (46.), 4:1 Kaya (47.), 5:1 Kaya (63.), 6:1 Schleimer (67.)

Das Spiel in maximal fünf Worten: Ein sechsfach donnerndes Helau.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Außer dem erwarteten Tausch Flotho für Agrafiotis gab es noch zwei Veränderungen in der Startelf: Fechner ersetzte Bogicevic und Kalem spielte statt Johansson, der krank fehlte. Der SVWW war sofort in der Partie und bekam direkt einen Eckball, der zur ersten sehr guten Kopfballchance durch Hübner führte – und zum zweiten Eckball, den diesmal May direkt vors Tor brachte, wo Kaya goldrichtig stand und den Ball ins Netz drückte. Es folgten weitere Chancen durch Kalem, Gözüsirin und Kaya und als Flotho Mitte der ersten Halbzeit eine May-Hereingabe per Kopf zum 2:0 verwertete, war das schon hochverdient. Erst danach schien Duisburg überhaupt mal etwas mithalten zu können, ohne jedoch gefährlich zu werden. In der Nachspielzeit war es dann Kalem mit der Vorlage, Kaya musste nur noch ins leere Tor einschieben. Die 3:0-Führung zur Pause war nach dem Spielverlauf keinesfalls zu hoch. Nach dem Seitenwechsel musste man damit rechnen, dass die Gäste mit viel Wut im Bauch einen Sturmlauf starten würden, und tatsächlich fiel umgehend nach Wiederanpfiff das 3:1. Bevor man sich jedoch Sorgen machen konnte, ob es doch noch brenzlig werden würde, traf Kaya nach Vorlage von Greilinger, der für May gekommen war. Nach einer guten Stunde schickte Flotho Kaya mit einem Steilpass auf die Reise und auch das Eins-gegen-eins-Duell war an diesem Tag für Kaya nicht schwerer als die Tore aus kurzer Distanz, 5:1. Auf fast identische Weise machte wenige Minuten später Schleimer das halbe Dutzend voll, diesmal mit Kaya als Passgeber. Damit war es dann endlich gut, die restliche knappe halbe Stunde bis zum Anpfiff blieb der längste Abschnitt ohne Tor an diesem außergewöhnlichen Nachmittag.

Liebling des Spiels: Bei so einem Spiel könnte man für jeden einzelnen eine gute Begründung finden, aber vier Tore sind natürlich zu spektakulär, um jemand anderen als Fatih Kaya herauszuheben.

Szene des Spiels: Große Auswahl, ich entscheide mich für das 4:1 in der 47. Minute. Einerseits, weil es wunderbar herausgespielt war, aber vor allem, weil damit die Duisburger Comeback-Hoffnungen nach dem 3:1 umgehend im Ansatz erstickt wurden.

Vor dem Spiel: Berliner gegessen. An der Berliner Straße. Haha. Narhallamarsch.

Nach dem Spiel: Begeisterung, gemischt mit Fassungslosigkeit und der Frage, wann der SVWW denn mal ein Heimspiel so hoch gewonnen habe (Antwort unten).

Das fiel auf:
+ Der SVWW mit einer ganz, ganz starken Leistung, während beim MSV nicht viel zusammenging. Es half den Gästen sicherlich auch nicht, dass Verteidiger Bitter schon nach neun Minuten verletzt ausgewechselt werden musste und sein Vertreter Jessen ziemlich überfordert war.
+ Selbst die 50:50-Bälle landeten gefühlt alle beim SVWW.
+ Eine wahre Chancenflut in der ersten halben Stunde. Wenn man unbedingt was zum Kritisieren finden will*, dann, dass es „nur“ 2:0 stand. (* will ich aber nicht)

Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau, Reviersport

Zum Nachschauen: Magenta Sport (YouTube, Highlight-Video)

Zuschauende: 6.127, davon rund 3.000 Gästefans (die zuvor aus Duisburger Kreisen angekündigten 5.000 waren dann doch etwas übertrieben).

Tabelle: Der SVWW verbessert sich mit nun 41 Punkten auf Platz 6 und meldet sich offiziell im Aufstiegsrennen an, denn der Abstand zum neuen Tabellendritten Duisburg beträgt nur noch zwei Punkte. Die Abstände zu Platz 2 und 1 sind mit drei bzw. vier Punkten ebenfalls überschaubar.

Vergleich zur Hinrunde: +6

Serien und Rekorde: Der fünfte Heimsieg in Folge, eine längere Serie gab es (zumindest seit Beginn der Wehener Profiära) nie. Vier Tore in einem Spiel hat vor Kaya nur Manuel Schäffler im Trikot des SVWW erzielt, beim 7:0 bei Fortuna Köln in der Aufstiegssaison 2018/19. Aus der Saison davor stammen die höchsten Heimsiege in der 3. Liga, nämlich ein 5:0 gegen Großaspach und wenige Wochen später ein 6:2 gegen Preußen Münster.

Nächstes Spiel: Am Mittwoch (19 Uhr) geht es im Hessenpokal nach Fernwald und am Samstag in der Liga nach Regensburg.


Entdecke mehr von Stehblog

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.