3. Liga, 28. Spieltag: SVWW – VfB Stuttgart II 2:1
Tore: 1:0 Gözüsirin (5.), 2:0 Flotho (16.), 2:1 Nankishi (66.)
Das Spiel in maximal fünf Worten: Erst hui, dann pfui.
Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Kleine Überraschung in der Startelf: Ben Nink durfte erstmals in dieser Saison spielen, dafür blieb Mockenhaupt zunächst auf der Bank. Nach vier Minuten war Johansson auf der linken Seite durchgebrochen und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Den Freistoß verwandelte Gözüsirin aus relativ spitzem Winkel direkt und ausgesprochen sehenswert. Der SVWW blieb dran und nach einer Viertelstunde versagte die Stuttgarter Abseitsfalle, Flotho war frei durch und schloss sicher zum 2:0 ab. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit wurden die Gäste gefährlicher und hatten mit einem Lattentreffer kurz vor der Pause die beste Chance. In der zweiten Halbzeit wurde Wehen wieder zu passiv und ließ den VfB spielen. Auch wenn die Abwehr insgesamt sicher stand, wirkte das alles andere als souverän. Der eingewechselte Ati Allah ließ sich wie schon in Saarbrücken direkt den Ball abnehmen, woraus der Anschlusstreffer für die Gäste resultierte. Der Stuttgarter Verteidiger Groiß musste eine Viertelstunde vor Schluss mit gelb-rot vom Platz, aber auch Ati Allah erlebte den Abpfiff nicht auf dem Spielfeld, denn Daniel Scherning nahm ihn schnell wieder runter. Am Ende konnte man mit etwas Mühe alle Stuttgarter Versuche vereiteln und den knappen Vorsprung ins Ziel bringen.
Liebling des Spiels: Moritz Flotho. Immer anspielbar, machte viele Bälle fest und blieb völlig cool, als er alleine auf den Torwart zulief.
Szene des Spiels: Ja, super Freistoß zum 1:0 und ja, eiskalter Abschluss zum 2:0, aber die Auswechslung von Ibrahim Ati Allah eine Viertelstunde nach seiner Einwechslung war schon außergewöhnlich.
Vor dem Spiel: War in vielen Gesprächen rund ums Stadion die Diskrepanz zwischen Heimstärke und Auswärtsschwäche das Topthema.
Nach dem Spiel: Durchpusten.
Das fiel auf:
+ Starker Beginn mit früher Zwei-Tore-Führung.
– Während man gegen Duisburg danach konsequent so weiterspielte, ließ man es diesmal etwas zu ruhig angehen. Dabei sollte man doch gerade den spielstarken U23-Teams möglichst nicht zu viel den Ball überlassen.
– Man war offensichtlich auf Kontergelegenheiten aus, aber dafür wurden die Umschaltsituationen meist viel zu schlecht ausgespielt.
Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau
Zum Nachschauen: Magenta Sport (YouTube, Highlight-Video)
Zuschauende: 2.744, davon eine Handvoll Gästefans.
Tabelle: Vor den Sonntagsspielen steht der SVWW auf Platz 7, könnte heute Abend aber wieder von Verl überholt werden. Je nachdem, wie Duisburg nachher spielt, bleibt der Abstand zum Relegationsplatz bei vier Punkten oder reduziert sich auf zwei.
Vergleich zur Hinrunde: +6
Serien und Rekorde: Der siebte Heimsieg hintereinander. Die Ungeschlagen-Serie gegen den VfB II verlängert sich auf 16 Partien. Tarik Gözüsirin trifft erstmals in zwei Spielen in Folge. Flothos 2:0 war das 800. Tor des SVWW in der Geschichte der 3. Liga.
Nächstes Spiel: Am Samstag (16:30 Uhr) auswärts beim TSV 1860 München.
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Durchpusten, in der Tat.
Bei der Ballsicherheit und den technischen Faehigkeiten der Stuttgarter war das, wenn auch vielleicht verdient, ein wenig gluecklich. Klar, bei einem 2:0 am Ende der englischen Woche schaltet man vielleicht mal nen Gang zurück, und hofft auf Konter, aber man hätte ja auch vor der Pause auf das 3:0 gehen können.
Die Auswechslung von Ati Allah ist mindestens unglücklich! Klar, derselbe Fehler wie gegen Saarbrücken und danach war er offensichtlich stark verunsichert aber ob diese Aktion ihn staerkt?
Ich glaube nicht, dass die Auswechslung als Strafe für den Fehler gedacht war, sondern dass Scherning nach dem Gegentor eher einen ballsicheren Spieler haben wollte, während er bei 2:0 vermutlich noch auf den entscheidenden Konter zum 3:0 gehofft hat. Überraschenderweise hatte Nejad dann tatsächlich ein paar gute Aktionen, auch wenn ich von ihm nach wie vor nicht überzeugt bin.
Ati Allah muss jetzt halt auf die etwas härtere Tour lernen, dass es im Profifußball auch als Offensivspieler nicht nur um gute Offensivaktionen geht.
Ich meinte auch nicht als Strafe, eher als Schutz. Er wirkte schon sehr verunsichert nach dem Fehler. Wenn das wirklich so war, wie du schreibst, dann halte ich die Entscheidung, die Wechsel so vorzunehmen vomTrainertram schon fireetwas unglücklich. Allah wirkte auch nach dem Spiel sehr angefasst. Ob er da was lernt?
Klar, ist für ihn in dem Moment hart, aber oft sind solche Erfahrungen wertvoller als wenn es immer nur glatt läuft. Er wird sicher weitere Einsätze bekommen und muss dann halt versuchen, es wieder besser zu machen.
Wir haben den Klassenerhalt gesichert, zumindest stiegen wir nicht ab. Diesmal kamen die Wechsel aus meiner Sicht zu früh. Ich hoffe, Ali Attah wächst mit dieser harten Erfahrung, aber Scherning zeigt hier, dass er seine Ziele konsequent verfolgt.
Ich meine natürlich Ati Allah, sorry
Auf jeden Fall trifft der Trainer Entscheidungen. Manchmal ungewöhnlich, siehe die Aufstellung gegen SB, dann steht Nink in der Startelf, vorher oft noch nicht mal im Kader, Suarez nur auf der Bank. Aber wir sind ja nicht nah dran am Team und er wird die Entscheidungen treffen, wie er sie für richtig hält und dass ist auch gut so. Wenn alle Muskelverletzten fit wären hätten wir nen starken Kader und da müssen dann auch Dinge entschieden werden, die vielleicht nicht allen gefallen. Und das fällt Scherning vielleicht auch aufgrund seiner Erfahrung und seiner Distanz zum Verein leichter als Nils Döring.
Das mit dem Klassenerhalt ging mir beim Betrachen der Tabelle auch eben durch den Kopf. Und nach oben?
60 und Rostock sind jetzt 2 wichtige Spiele. Danach kann vielleicht mehr sagen!