Die Wehenschau (KW 16/2026)
Nach dem sportlichen Sturzflug der letzten Wochen hat der SV Wehen Wiesbaden nun noch fünf Spiele um die goldene Ananas vor sich. Oder fünf Vorbereitungsspiele auf das Hessenpokalfinale, was an Bedeutung nochmal zugenommen hat, da auch Platz 4 in der 3. Liga nicht mehr erreicht werden wird. Schon vor dem eigenen Spiel am Sonntagabend könnte das auch rechnerisch sicher sein.
Dass ein Austrudeln-lassen der Saison sicher keine optimale Vorbereitung auf das Pokalfinale ist, machte Sportdirektor Uwe Stöver schon deutlich und ebenso, dass die aktuellen Leistungen auch bei anstehenden Vertragsgesprächen eine Rolle spielen werden. Nach dem momentanen Eindruck müsste der Umbruch im Sommer eher größer als kleiner ausfallen und auch das Trainerteam sammelt nicht gerade Pluspunkte, wenn es Spiele wie am vergangenen Wochenende in Köln schönredet. Auch Stöver selbst muss im Sommer liefern, denn es liegt ja in erster Linie an ihm, einen aufstiegsfähigen Kader zusammenstellen. Eine weitere Saison im Mittelmaß ließe sich kaum mit den eigenen Ansprüchen vereinbaren. Der Wiesbadener Kurier (€) berichtet von Stövers Saisonanalyse ohne jedoch zu erwähnen, welche Schlüsse gezogen wurden.
In der Buchreihe „Fußball-Denkmäler“ von Jörg Berkes und Richard Deiss ist ein neuer Band „Fußball für immer“ erschienen. Darin ist als eins von 90 Denkmälern auch das Wandbild unter der Westtribüne der Brita-Arena aufgeführt. Im ersten Band ist die Büste von Helmut Schön enthalten. Alle Bände sind über die verlinkte Webseite erhältlich.
Noch zwei Podcast-Tipps:
- Von 11Freunde gibt es seit einiger Zeit die sehr hörenswerte Interview-Reihe „Der Fußball, mein Leben und ich„.
- Für Trikotliebhaber gibt es den Stoffkunde-Pocast.
Apropos Trikotliebhaber: Meldet Euch doch gerne kostenlos bei der Trikotsammler-Plattform HYFE an, Ihr findet mich dort – wenig überraschend – unter dem Usernamen stehblog.
Was, wann, wo: 3. Liga, 34. Spieltag, Sonntag, 19. April, 19:30 Uhr, zuhause gegen Waldhof Mannheim
Der Gegner: Mannheim hat schon früh in der Saison den Trainer gewechselt und sich damit zumindest stabilisiert, hatte aber nie etwas mit dem Aufstieg zu tun. Ähnlich wie der SVWW tut sich der Waldhof in der Fremde schwer, der letzte Auswärtssieg datiert vom Januar. Ex-SVWWler Niklas Shipnoski ist in der Winterpause zum Regionalligisten SGF Freiberg gewechselt.
Das Spiel in der Hinrunde verlor der SVWW zum Einstand von Daniel Scherning mit 0:1.
Der Direktvergleich ist nach 13 Begegnungen in Regional- und 3. Liga mit 2S/5U/6N deutlich negativ. Nur ein einziges Heimspiel konnte der SVWW bisher gegen Mannheim gewinnen (vor drei Jahren mit 3:0).
Personelles: Außer Fechner dürften alle Spieler einsatzfähig sein. Möglicherweise wechselt Scherning nach den letzten Ergebnissen und in der aktuellen Saisonphase etwas mehr durch.
Aufstellungstipp: Brdar – Nink, Gillekens, Hübner, Janitzek, May – Suarez, Gözüsirin – Kaya, Flotho, Johansson
Nach dem Spiel wird der SVWW auf Platz 7 bis 11 stehen.
Ansonsten: Es werden rund 1.500 Gästefans erwartet.
Entdecke mehr von Stehblog
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
Hm, ich finde ja, dass er schon recht viel durchgewechselt hat. Nur war das ja nie so erfolgreich! Vielleicht sollte man eine Stammformation mal 2-3 Spiele zusammen lassen, auch im Hinblick auf ein Einspielen für das Hessenpokalfinale!