Aus der Traum

Der kleine Pokaltraum ist ausgeträumt, das Wunder blieb aus, 1:2 unterlag der SVWW am Mittwoch dem Hamburger SV im DFB-Pokal-Viertelfinale.

Das Ergebnis sieht knapp aus, aber das Spiel war trotzdem eine klare Angelegenheit. Der HSV machte vom Anpfiff weg viel Druck und erspielte sich gleich Chancen, die Wehener wurden völlig in die Defensive gedrängt. Schon nach ca. vier Minuten ging mein sorgenvoller Blick hoch zur Anzeigetafel, wie lange würde das noch gutgehen? Nach einem Schuss neben das Tor und einem Kopfball auf die Latte war es dann nach gut einer Viertelstunde so weit, Mladen Petric ließ sich als Torschütze feiern, aber genau genommen hatte er Marko Kopilas zum Eigentor gezwungen. War aber völlig egal, die Zu-Null-Serie im Pokal war damit beendet und auch die etwa 400 SVWW-Anhänger unter den 35.000 Zuschauern wussten spätestens 20 Minuten später, als Petric das 2:0 erzielte, dass an diesem Tag keine Pokalüberraschung mehr zu erwarten war. Kurz vor dem Halbzeitpfiff gab es doch so etwas wie eine Chance für die Rotschwarzen, aber es blieb beim 2:0 zur Pausse.

In der zweiten Halbzeit zunächst das gleiche Bild mit überlegenen Hamburgern, aber diese hatten irgendwann genug und ließen es ruhiger angehen. Erst dann war es dem SVWW möglich, wenigstens ab und zu mal in Richtung gegnerisches Tor aufzubrechen, aber für wirkliche Gefahr konnte unser Team kaum sorgen. Nach einer vergebenen Chance von Ronny König in der 82. Minute und dem zaghaften Gedanken im Gästeblock, was denn bei den HSV-Fans los wäre, wenn jetzt noch das 1:2 fiele, passierte es tatsächlich. Sandro Schwarz erzielte den Ehrentreffer, denn mehr war es dann leider doch nicht, obwohl die letzten paar Minuten nochmal spannend wuden. Weitere Gelegenheiten ergaben sich jedoch nicht mehr – schade, eine Verlängerung hätten wir natürlich gerne noch mitgenommen.

Letztlich hat sich der Favorit souverän durchgesetzt und für den SVWW gilt nun die volle Konzentration der zweiten Liga.

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