Die Wehenschau (KW 48/2025)
Ein Trainerwechsel geht üblicherweise mit Hoffnung und Aufbruchstimmung einher, denn der zuvor erfolglose Trainer ist nun weg und ab jetzt kann es ja nur noch aufwärts gehen. (Den Fall, dass ein Trainer aus freien Stücken geht, beispielsweise weil er ein Angebot eines anderen Vereins annimmt, können wir aus SVWW-Perspektive getrost vernachlässigen. Keine Ahnung, ob das jemals vorgekommen ist.) Allerdings kann ich bei mir selbst aktuell noch keinen besonderen Optimismus oder gar Euphorie feststellen. Vielleicht liegt es an der Jahreszeit und dem Mangel an Tageslicht, vielleicht aber auch an den ersten Eindrücken aus zwei Spielen ohne eigenes Tor, trotz neuem Trainer an der Seitenlinie. Dabei will ich Daniel Scherning gar keinen Vorwurf machen. Das Testspiel gegen Siegen lassen wir sowieso außen vor (weil Testspiel) und auch die Partie in Mannheim taugt angesichts schwieriger Platzverhältnisse und der frühen Verletzung von zwei zentralen Spielern kaum für eine erste Bewertung. Generell muss man einem neuen Trainer einige Zeit zugestehen, denn eine nachhaltige Verbesserung des Spielsystems gelingt natürlich nicht innerhalb von ein paar Tagen. Möglicherweise müssen wir uns auch noch irgendwie bis zur Winterpause durchhangeln, hoffentlich ohne allzu viele weitere Niederlagen, um dann in der Rückrunde den neuen SVWW von Sieg zu Sieg eilen zu sehen.
Was, wann, wo: 3. Liga, 16. Spieltag, Freitag, 28. November, 19:00 Uhr, zuhause gegen den FC Erzgebirge Aue
Der Gegner: Nach einem missglückten Saisonstart (vier Punkte nach sieben Spielen) hat sich die Mannschaft von Trainer Jens Härtel gesteigert und seitdem nur noch einmal verloren. Aktuell steht Aue mit 17 Punkten nur zwei Zähler hinter dem SVWW. 16 erzielte Tore sind die zweitwenigsten der Liga (Schweinfurt 11, SVWW 17) und verteilen sich auf elf verschiedene Spieler (sowie zwei Eigentore der letzten beiden Gegner, die zu Punktgewinnen geführt haben).
Das letzte Spiel im März endete mit einer 0:2-Heimniederlage.
Der Direktvergleich geht nach 13 Begegnungen (3. Liga, 2. Bundesliga, DFB-Pokal) knapp zugunsten des SVWW aus (6S/2U/5N).
Personelles: Kiomourtzoglou und Suarez werden einige Wochen fehlen, von den anderen Rekonvaleszenten Stritzel, Stehle und Luckeneder gibt es nichts Neues.
Aufstellungstipp: Brdar – Wohlers, Lewald, Gillekens, Janitzek, May – Fechner, Gözüsirin, Johansson – Kaya, Agrafiotis
Nach dem Spieltag könnte der SVWW im schlechtesten Fall auf einen Abstiegsplatz rutschen.
Ansonsten: Auch an diesem Wochenende wird in den Stadien gegen die Innenministerkonferenz und ihre merkwürdigen Pläne von noch mehr Repressionen gegenüber Fußballfans protestiert. Deshalb wird es in den ersten zwölf Minuten des Spiels keinen Support geben.
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Hey, ich will Dir nicht vorgreifen, aber als Stimmungsbild: ich bin schon lange nicht mehr so aus der Bude raus, wie gestern. Ok, mag an den späten dritten Tir gelegen haben, aber wir haben gekämpft (viele hohe Ballgewinne), gespielt und die Angriffe auch abgeschlossen. Egal ob nun 3er oder 4er Kette, die Einstellungen ist entscheidend.
Ja, wir haben viel zugelassen und auch Glück gehabt, aber als großer Schritt in die richtige Richtung taugt das allemal. Und: Wir wurden durch Wechsel stärker. Wann gab es denn das zuletzt…
Ich freu mich aufs nächste Heimspiel und das ist lange her.