Die Wehenschau (KW 27/2026)
Gerade als in Hessen die Schulferien begonnen haben, war für die Mannschaft des SV Wehen Wiesbaden der Urlaub auch schon wieder vorbei. Am Montag traf man sich auf dem Halberg und mit dabei waren tatsächlich auch zwei Neuzugänge.
Vom FC Luzern kommt Sinan Karweina, ein 27-jähriger Angreifer, der auch schon bei diversen deutschen Drittligisten gespielt hat. Vor seinem Engagement in der Schweiz spielte Karweina beim österreichischen Erstligisten Klagenfurt, wo er seine bisher erfolgreichste Phase hatte. In Luzern kam er zuletzt nur noch zu Jokereinsätzen. Mit 1,73 Meter ist er für einen Stürmer eher klein, was beim SVWW in den letzten Jahren ziemlich selten war.
Der zweite neue Spieler ist Philipp Hercher, 30 Jahre alter Flügelspieler und zuletzt beim 1. FC Magdeburg aktiv. Hercher bringt reichlich Erfahrung aus 2. und 3. Liga mit und wird wohl im Normalfall die neue Stammkraft auf der rechten Außenbahn sein.
Einen Abgang gibt es ebenfalls zu vermelden, wenn auch nur vorübergehend. Nachwuchsstürmer Jan Becker wird für eine Saison zum Regionalligisten Kickers Offenbach ausgeliehen, wo er hoffentlich viel Spielzeit erhält.
Ivan Franjic ist unterdessen nach Würzburg zurückgekehrt, wo es vor seinem Wechsel zum SVWW vor zwei Jahren deutlich besser für ihn lief.
Zum ersten Training war die Mannschaft nahezu vollständig erschienen. Nur Ben Nink fehlt aktuell und zwar aus gutem Grund, denn er weilt gerade mit der U19-Nationalmannschaft in Wales und nimmt dort an der Europameisterschaft teil. Im ersten Spiel gewann das deutsche Team 4:3 gegen Dänemark, Nink spielte von Beginn an und durfte sich einen Assist zum 3:0 gutschreiben lassen. Auch in der zweiten Partie gegen die Gastgeber (4:0) stand er in der Startelf. Am Samstag (15 Uhr) geht es gegen Spanien um den Gruppensieg und um die Frage, ob man im Halbfinale gegen Ukraine oder Italien spielt.
Für die A-Nationalmannschaft sah es nach den ersten beiden Gruppenspielen bei der Weltmeisterschaft auch noch gut aus, doch nach dem Ausscheiden gegen Paraguay im Sechzehntelfinale ging es überraschend früh nach Hause. Benny Hübner ist seinen DFB-Job damit los. Auch Gustaf Nilsson als zweiter WM-Teilnehmer mit SVWW-Bezug ist ausgeschieden, denn Schweden unterlag weniger überraschend dem großen Favoriten Frankreich. Immerhin wurde Gustaf in der Schlussphase eingewechselt und hat nun einen WM-Einsatz in seiner persönlichen Statistik stehen.
Für diejenigen, die am 25. Juli das Jubiläumsspiel gegen Bayern München anschauen werden, ist das frühe Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft übrigens ganz gut, denn so besteht die Chance, wenigstens ein paar Topspieler in der Brita-Arena zu Gesicht zu bekommen. Auf die Torschützen aus dem letztjährigen DFB-Pokalspiel, Harry Kane und Michael Olise, werden wir hingegen verzichten müssen.
Während der SVWW sich freut, dass zum 100. Vereinsjubiläum ein ganz großer Name vorbeischaut, ist man am kommenden Sonntag in der umgekehrten Rolle. Dann ist man nämlich selbst der vergleichsweise große Name, der bei einem kleineren Verein zum Jubiläumsspiel antritt. Gastgeber im Helmut-Schön-Sportpark (Anpfiff 13:00 Uhr) ist der Kreisoberligist TuS Medenbach, der in diesem Jahr 135 Jahre alt wird.
Für die beiden Testspieltermine im Trainingslager hat man mittlerweile auch Gegner gefunden. Am 14. Juli spielt der SVWW gegen den japanischen Erstligisten Fagiano Okayama und am 18. Juli gegen den FC Liefering. Offen ist weiterhin der Gegner für die Generalprobe am ersten August-Wochenende. Gegen wen der SVWW eine Woche später dann zum ersten Ligaspiel antreten darf, werden wir in ein paar Tagen erfahren, wenn der DFB den Spielplan der 3. Liga veröffentlicht.
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Foto: Sabine Mahlmeister
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