3. Liga, 7. Spieltag: SVWW – MSV Duisburg 1:4

Tore: 0:1 Kother (18.), 0:2 Kother (25.), 0:3 Christensen (33.), 1:3 Schleimer (45.), 1:4 Noß (54.)

Das Spiel in einem Wort: Vogelwild.

Das Spiel in etwas mehr als fünf Worten:
Schleimer begann für Chaikhoun und hatte nach wenigen Minuten auch die erste große Chance, schoss jedoch übers Tor. Kurz danach spielten sich Massimo und Flotho so oft den Ball gegenseitig zu, dass sie vergaßen auch mal irgendwann aufs Tor zu schießen. Danach übernahmen die Gäste aus Duisburg das Kommando und zeigten, wie man es richtig macht: mit viel Tempo über den Flügel, Pass in den Rückraum, guter Abschluss, 0:1. Das funktionierte ein paar Minuten später in nahezu identischer Weise ein zweites Mal und schon stand es 0:2. Und weil es so schön und die Wehener Defensive in der Rückwärtsbewegung so dermaßen unsortiert war, musste man auch nicht lange bis zum 0:3 warten. Kurz vor der Pause führte Schleimer ein hübsches Dribbling inklusive Doppelpass mit Brandt auf und verkürzte zum 1:3. Erneut Schleimer hätte nach der Pause nochmal treffen können und dann wäre es vielleicht sogar nochmal spannend geworden, aber er vergab ebenso jämmerlich wie Müller, der völlig freistehend am Torwart scheiterte. Da stand es aber schon 1:4, nachdem Noß die gesamte SVWW-Defensive düpiert hatte. Als kurz danach ein klares Foul an einem Wehener ungeahndet blieb, brannten Gözüsirin die Sicherungen durch und er schoss einen am Boden liegenden Gegenspieler ab. Die Folge war die rote Karte für den Kapitän und auch für den sich zu heftig beschwerenden Co-Trainer Modica. In Unterzahl bemühte sich der SVWW noch eine Weile um einen weiteren Treffer und einmal war nach Massimos Schuss der Ball wahrscheinlich sogar hinter der Linie, doch der Schiedsrichter sah es anders. Letztlich war es ohnehin aussichtslos, aus diesem Spiel noch etwas mitzunehmen.

Gut: Schleimers Tor war hübsch herausgespielt.

Nicht gut: Schleimers und Müllers Chancenverwertung. Das Defensivverhalten, wenn der Gegner mit Tempo kommt. Alle vier Gegentore wurden über die linke Abwehrseite eingeleitet.

Das schreiben die anderen: WK, kicker, hessenschau

Zum Nachschauen: Magenta Sport (YouTube, Highlight-Video)

Zuschauende: 4.522, davon etwa 1.522 Gästefans.

Tabelle: Der SVWW bleibt Vorletzter und kann am Freitag sogar noch von Havelse überholt werden.

Serien und Rekorde: Frank Steinmetz wiederholt seine Vorjahres-Bilanz als Interims-Trainer: erst ein Auswärtssieg, dann eine Heimniederlage. Die dritte Niederlage im vierten Heimspiel.

Ansonsten: Dass in der zweiten Halbzeit zwischendurch auf allen Tribünen die Lichter ausgingen, war sicher nur Zufall, passte aber als Symbolbild.

Nächstes Spiel: In der Länderspielpause gibt es am 2. Oktober ein Testspiel gegen den Karlsruher SC, bevor dann (wahrscheinlich) am 7. Oktober das Achtelfinale im Hessenpokal in Bornheim und am 11. Oktober das Ligaspiel in Ingolstadt anstehen.


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